Nachhaltige Mobilität

Einen ersten Zugang zu dem, was mit "nachhaltiger Mobilität" gemeint ist, erhält man, wenn man in der UBA-Veröffentlichung "Nachhaltiges Deutschland" (1997) den Konkretisierungsversuch von  Nachhaltigkeit (Sustainability) für den gesellschaftlichen Teilbereich Mobilität aufsucht (Die anderen Teilbereiche sind: Energienutzung, Nahrungsmittelproduktion, Stoffstrommanagement und Konsummuster): "Wie Mobiliät in einer nachhaltigen Gesellschaft aussehen wird, ist heute noch nicht absehbar. Mit der Definition der nachfolgenden Umwelthandlungsziele soll daher nicht ein Endpunkt markiert, sondern ein Prozess in Gang gesetzt werden. Die Vorschläge sind jeweils als erste Schritte zu einer nachhaltigen Mobilität zu verstehen" (S.95).

Die nachfolgend aufgelisteten "Umwelthandlungsziele" sind geeignete Orientierungshilfen für die Auswahl von Unterrichtsthemen oder -konzepten, wenn die Entwicklung hin auf Nachhaltigkeit im Schulunterricht unterstützt werden soll.

Eine Mitwirkung aller Schulformen und -stufen ist deswegen erforderlich, weil nach heutigem Diskussionsstand die Realisierung ausschließlich technischer Maßnahmen als Verbesserungsversuch nicht ausreichen werden. Für die langfristige Erhaltung von  Gesundheit und Umwelt sind die Auswirkungen technischer Maßnahmen (im wesentlichen an den Fahrzeugen) zu gering. Um positive Veränderungen bei jedem der genannten acht Handlungsziele in der erforderlichen Größenordnung und in begrenzter Zeit zu erreichen, muss deswegen an einer möglichst wirksamen Beeinflussung der Verkehrsmengen und der Verkehrsmittelwahl gearbeitet werden. Dies ist eine originäre Bildungsaufgabe.